| Forschungszentrum Karlsruhe - Institut für Kernphysik |
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Nukleare Astrophysik. | |||||||||||
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| Synthese der chemischen Elemente Zum Verständnis der Elemententstehung ist es zunächst notwendig, genaue Daten über die Elementhäufigkeiten im Universum zur Verfügung zu haben. Ausgehend von den Elementverteilungen auf der Erde, die direkt messbar sind, der Sonne, die über spektroskopische Methoden zugänglich sind und vor allem aus Untersuchungen von Meteoriten kann man auf die Elementverteilung in unserem Sonnensystem schließen. Die folgende Abbildung zeigt die solaren Häufigkeiten aufgetragen über der Massenzahl.
Die verbesserten Untersuchungsmethoden der modernen Astronomie ermöglichen Messungen der Elementverteilung auch außerhalb unseres Sonensystems. Es zeigte sich, dass die solare Verteilung in guter Näherung für das gesamte Universum repräsentativ ist.
Die Varianz der Häufigkeiten über 12
Größenordnungen lässt auf verschiedene Entstehungsmechanismen
für die verschiedenen Massenbereiche schließen:
Der exponentielle Abfall der Häufigkeiten zwischen Kohlenstoff (A = 12) und Titan (A = 50) spricht für Verschmelzung geladener Teilchen als dem wichtigsten Produktionsmechanismus der leichten Elemente. Das vermehrte Vorkommen der sogenannten Alphakerne (gleiche Anzahl von Protonen und Neutronen, sowie Massenzahl Vielfaches von 4) lässt auf den namensgebenden Entstehungsprozess, die sukzessiven Einfänge von 4He-Kernen schließen. Bei sehr hohen Temperaturen, wie sie z.B. während Supernovae vorkommen, stehen Bildung und Zerfall der Elemente im thermischen Gleichgewicht. Dort überleben also bevorzugt die Elemente mit der höchsten Bindungsenergie pro Nukleon. Das Maximum der Bindungsenergie beim 56Fe erklärt so den ausgeprägten Anstieg der Häufigkeiten (vier Größenordnungen) im Bereich des Eisens und seiner Nachbarelemente. Jenseits des Eisens ist die Coulombbarriere so groß, dass Reaktionen mit geladenen Teilchen praktisch nicht mehr möglich sind. Sie spielen lediglich bei der Entstehung der sehr seltenen protonenreichen Kerne eine gewisse Rolle (p-Prozess und rp-Prozess). Die meisten Kerne mit Massenzahl größer 60 werden deshalb über Neutroneneinfangreaktionen gebildet. Man unterscheidet hier zwischen dem schnellen (r-Prozess) und dem langsamen (s-Prozess) Neutroneneinfangprozess, die durch die typischen Neutroneneinfangzeiten relativ zu den konkurrierenden Betazerfallszeiten charakterisiert sind. |
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